Wie ich fotografiere

Der Moment bestimmt das Motiv! Das macht eine Reportage aus.
Nicht die Motive (also die Kunden) müssen sich anpassen, die Fotografin muss sich dem Moment anpassen.
Nicht ihr müsst stramm stehen und genau in die Kamera gucken. Ich muss mich bewegen, um euch zu erwischen.
Wie sonst sollte man beispielsweise Kinder fotografieren? Sollte man sie ins Studio setzen und solange beblödeln, bis sie endlich mal lachen, obwohl sie es total seltsam finden, dass da eine Fremde ständig mit einem großen Gerät auf sie zielt? Nein sollten sie nicht. Jedenfalls nicht bei mir!
Und Erwachsene müssen das genauso wenig :)!
Entsprechend überraschend werden eure Fotos.

Wo ich fotografiere

Ich begleite Euch im persönlichen Kontext, besuche Euch zuhause, gehe mit euch auf einen Spaziergang oder wir treffen uns an einem anderen Ort eurer Wahl, um etwas zu unternehmen.
Daher werdet ihr mit mir keine Studio-Bedingungen hinsichtlich manipulierter Lichtsetzung erleben.
Und genau so entstehen wahrhaft individuelle Momente und meine Kunden erinnern sich beim Anblick Ihrer Bilder an einen ereignisreichen Tag, den es wirklich zu erinnern gilt und nicht einfach nur an ein Fotoshooting.
Beispielsweise:
Ostereier suchen
Nikolausstiefel ausräumen
Ein Spielplatzbesuch
Kindergeburtstag, Einschulung usw.

Warum ich fotografiere

Ehrliche, unverfälschte Momente, die auch in 20 Jahren noch zeigen wie es wirklich ist, bzw. wie es wirklich war. Ganz ohne steif rumzustehen, den Bauch einzuziehen und künstlich zu grinsen, während der Fotograf drei Lampen aufbaut. Daher begleite ich euch dort, wo ihr euch wohl fühlt und das Licht natürlich fällt. Meine Motivation? Solche Bilder hätte ich selber gerne.

Zwei Dinge habe ich in den letzten Jahren festgestellt.
Erstens: Ich will immer alles was ich erlebe fotografieren – leider bin ich dabei so in das Fotografieren vertieft, dass ich das eigentliche Erlebnis gar nicht richtig miterlebe. Und ich selbst bin gar nicht drauf, auf meinen Erinnerungsbildern – wenn da doch nur einer wäre, der das für mich übernimmt.
Und zweitens: Wenn ich bewusst wahrnehme, dass ich fotografiert werde, lächle ich angestrengt oder ziehe Grimassen, denn wenigstens albern aussehen kann ich auf Knopfdruck.
Kann mich nicht mal einer fotografieren, wenn ich es gar nicht merke? Oder wenigstens so, dass ich mich nicht zum Lächeln aufgefordert fühle?

Deshalb versuche euch den Stress zu nehmen, den ich selbst nicht möchte.
Die meisten Menschen sind keine Models. Wenn wir posieren oder auf Knopfdruck lächeln, sehen wir nicht aus wie Heidi Klum.
Aber: Wir sind schön! Ihr seid schön! Und zwar so wie ihr seid und so wie ihr euch bewegt, wenn ihr euch keine Gedanken darüber macht.

Nebenbei möchte ich mich immer mit euch unterhalten, damit wir eine entspannte Interaktion miteinander haben. So besteht die Möglichkeit, dass Ihr vergesst, dass ich überhaupt da bin oder wenigstens, dass ich zum Fotografieren gekommen bin.

Ich lege Wert darauf die Wirklichkeit abzulichten und bin überzeugt davon, dass die schöner ist als alles andere! Das ist authentisch und das ist mein persönlicher Ansatz der Fotografie.

Gestellte und szenische Bilder

Wer das perfekte Familienbild möchte, im Sonntags-Ausgeh-Zwirn, den Bauch eingezogen, für Tante Elses Wohnzimmerwand, der ist bei mir falsch. Solche Settings bietet euch ein Studiofotograf.
Das schließt aber nicht aus, dass ihr euch im Laufe der Reportage nicht auch mal gemeinsam irgendwo positionieren könnt – dann seid ihr nämlich schon locker.
Auch denke ich mir gerne mit euch Settings voller Spannung aus, die euch interessanter zeigen, als mal eben hingestellt und gelächelt. Das mach für mich den qualitativen Unterschied zwischen einem gestellten und einem szenischen Bild aus. Szenisch lässt euch interagieren und macht vor allem euch genauso viel Spaß wie euren Kinden.